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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden, die zur Pfarrei Hl. Edith Stein Schifferstadt gehören.

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Großer Zuspruch beim Pastronatsfest St. Laurentius

Der Glaube ist die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Die Gemeinde St. Laurentius eröffnete am Wochenende mit ihrem Patronatsfest den Reigen der Gemeindefeste der Pfarrei Heilige Edith Stein.

Eröffnet wurde es am Samstagabend erstmals mit einer Ökumenischen Vesper, gestaltet von Pfarrer Dr. Georg Müller und Pfarrer Michael Erlenwein, der auch die Predigt hielt. Dieser stellte dabei das 7. Kapitel, Satz 24, des sonntäglichen Matthäus-Evangeliums in den Mittelpunkt: „Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute.” Als Beispiel diente ihm eine „Sandburg“, bei der es sehr spannend sei zu beobachten, wie das Wasser seinen Weg zu ihr bahne und sie am Ende in sich zusammenfalle. Einfach, zweckfrei, spielerisch, ohne Absicht und ohne großen Plan werde bei einer Sandburg vorgegangen. Da mache es nichts aus, wenn das Wasser komme und alles überschwappe. Anders sei es im täglichen Leben. Da brauche man ein solides Fundament, um nicht ins Wanken zu geraten. „In unserer Zeit hat man manchmal das Gefühl, als wäre alles auf Sand gebaut: Wirtschaft, Politik, die ganze Welt und manchmal auch unser kleines Leben“, so Pfarrer Erlenwein. Doch manchmal stelle sich erst im Nachhinein heraus, worauf man gebaut habe. Es könne durchaus vorkommen, dass Manches, das man sicher gegründet wähnte, am Ende aus Sand gebaut war und manches, das eher in die Luft gebaut wurde, dann trage. Auch mit dem Glauben sei das so eine Sache. „Wir sehen das Fundament des Glaubens nicht, wir hoffen und glauben darauf, denn es ist nicht greifbar“, betonte er. Damals wie heute seien es Worte des Zuspruchs und der Hoffnung, manchmal gegründet aus der eigenen Erfahrung. „Wir dürfen darauf vertrauen und hoffen – und das ist die frohe Botschaft und die Zusage Jesu: Wenn das Leben auf ein festes Glaubensfundament gestellt werde, könne ihm weder Sturm noch Wasser etwas anhaben.

Zweiter Festtag mit Gottesdienst, Grenzenlos, Aufnahme neuer Messdiener und vielem mehr

Die Heiligen Edith Stein und Laurentius standen am Sonntag im Mittelpunkt des Gottesdienstes, deren Gedenktag am 9. und 10. August gefeiert wird. „Die Heiligen stehen uns vor Augen als Beispiele gelebten Glaubens“, hob Pfarrer Dr. Georg Müller in seiner Begrüßung hervor. Sie begleiten in ihrer Fürsprache mit ihrem gelebten Glauben, egal, in welcher Zeit sie gelebt hätten. „Die Geschichte der Kirche und des Glaubens ist von Anfang an auch die Geschichte der Heiligen“, betonte er in seiner Predigt. Es seien Menschen, die sich vom Glauben ergreifen ließen und so Jesus Christus bezeugten, unter welchen Umständen auch immer. Auf diese Art und Weise sei der Glaube bis heute immer weitergegeben worden. Sowohl die Heilige Edith Stein als auch der Heilige Laurentius hätten mit ihren Leben eingestanden für die Wahrheit des Glaubens trotz ihrer Verfolgung und Ermordung. Doch die Verfolgung habe die Kirche bis heute immer in irgendeiner Form begleitet. „Wir dürfen daher dankbar sein, dass wir in einer anderen gesellschaftlichen Situation leben, glauben, Kirche sein dürfen und in Ruhe Pfarrfest feiern können“, meinte er. Doch sollte nie vergessen werden, dass dies keine Selbstverständlichkeit sei. Denn die Lebendigkeit der Kirche in Deutschland gehe zurück. „Wir scheinen zwar alles Nötige zu haben, auch den Frieden, die Unbedrängtheit, das Geld und die Zeit, um als Kirche zu leben“, führte er weiter aus. Und doch sei festzustellen, dass vor allem der Glaube oft verdunste. Um die katholische Kirche sei ihm dabei nicht bang, denn sie habe die Zusage Jesu, dass sie bestehen bliebe. Aber um die Kirche in Deutschland und in der Diözese sehe es anders aus und daran seien seiner Meinung nicht in erster Linie die strukturellen Fragen oder kirchlichen Rückständigkeiten schuld, sondern die oft mangelnde Bereitschaft, etwas konsequent zu leben und für den Glauben etwas zu ertragen. Gemeint sei hier nicht die Verfolgung, sondern kleinere Unannehmlichkeiten, wie etwa den Mut, eine andere Meinung zu vertreten, die Bereitschaft, sonntags in die Kirche zu gehen und dem vieles andere unterzuordnen.

Im Festgottesdienst wurden auch zwei neue Messdiener aufgenommen.

„Es ist nämlich nach wie vor der Glaube, der die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und der Zukunft ist, die Verbindung zwischen Himmel und Erde.“ Er verlange von uns das Handeln an den Armen und wie ein Leben aus dem Glauben heraus konsequent gelebt werden könne. „Es liegt an uns, den Glauben weiterzugeben, auch in der Öffentlichkeit. Das gelte in allen Bereiche, im Kleinen wie im Großen. „Unser Land braucht unseren Glauben, davon bin ich fest überzeugt. Geben wir ein Zeugnis nach draußen, bestärken uns gleichzeitig gegenseitig und schauen wir nicht nur auf das Eigene“, appellierte der Pfarrer. „Es gelingt auch schon, wenn wir die Veränderungen ganz konkret in Schifferstadt wahrnehmen, nicht nur auf das Eigene schauen, wenn wir der Kritik und dem Ärger keinen Vorrang geben sondern immer zuerst ein Wort der Stärkung und des Mutes finden“.- Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Gruppe "Grenzenlos" unter Leitung von Thomas Wippel. In sehr lebendig und schwungvoll gehaltenem geistlichen Liedgut und transparentem Chorklang wusste die Gruppe wieder gekonnt zu begeistern.

Kulinarisches und Geselliges

Danach ging das Patronatsfest wieder auf dem Gelände der Grundschule Süd weiter.Gestärkt werden konnte sich bei einem vielseitigen Getränke- und Speiseangebot, wobei auch das am Sonntag zusätzlich zubereitete „Rindfleisch mit Meerrettich“ großen Absatz fand und nach der Mittagszeit ausverkauft war. Einen enormen Absatz hatte auch der „Handkäs mit Musik“. Des weiteren hielt die Frauengemeinschaft ein reichhaltig bestücktes Kuchenbuffet bereit, das am Nachmittag ausverkauft, so dass auch der Waffelstand der Messdiener sehr gefragt war, ebenso deren Cocktailstand mit erfrischenden Getränken mit und ohne Alkohol. Die Fair-Trade-Steuerungsgruppe war am Sonntag ebenfalls präsent und bildete mit seinen vielseitigen Artikeln einen Blickfang. Die Kindertagesstätte St. Konrad war mit einer Bastel- und Malaktion vertreten. Dabei konnten die Kinder Mandalas ausmalen und Blumenkränze aus Tonpapier basteln.

Eine tolle Idee hatte Christian Matthes vom Gemeindeausschuss. Denn er bot auf Spendenbasis „Laurentiusbier“ aus Franken an, dessen Erlös in Höhe von 401 Euro dem von Bruder Paul Oden gegründeten Kinderzentrums „El Rubio“ in Iquique zugute kommen wird.

“Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden. Denn schon am Samstagabend kamen mehr Gäste als erwartet“, meinte Organisator Markus Hein im Hinblick auf das unsichere Wetter. „Doch das, was am Samstag weniger war, wurde am Sonntag wieder ausgeglichen“, fügte er hinzu. Es war ihm aber auch ein Anliegen, den über 100 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu danken, die sich beim Aufbau, der Durchführung und beim Abbau des Festes beteiligten. Diese kamen aus den Reihen des Pfarrei- und Verwaltungsrates, des Gemeindeausschusses, des AK „Senioren“, der Frauengemeinschaft, den MessdienerInnen, des Ökumenischen Chors, der Gruppe „Grenzenlos“ und weiteren  Gemeindemitgliedern.

Text: Inge Schade, Bilder: Markus Hein

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