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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden, die zur Pfarrei Hl. Edith Stein Schifferstadt gehören.

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Aktuelles aus der Pfarrei und ihren Gemeinden zu Gottesdiensten und gottesdienstlichen Feiern


Das Fronleichnamsfest hat in der Pfarrei Heilige Edith Stein eine besondere Gestaltung erfahren

Erweiterte Form des Fronleichnamsfestes mit besserer Resonanz als erwartet - Vertiefung des Glaubens hat der Pfarrei gut getan

Aufgrund eines Beschlusses des Liturgieausschusses der Pfarrei Heilige Edith Stein und des Pastoralteams mit Unterstützung des Pfarreirates wurde das Fronleichnamsfest in diesem Jahr in erweiterter Form gefeiert. Die Verehrung des Altarsakramentes, sichtbare Gegenwart des Herrn, und die Freude über dieses große Geschenk Jesu an die Menschen, sollte dabei im Zentrum des Festes stehen.

Deshalb wurde in diesem Jahr bereits schon am Vorabend mit einem Gottesdienst und anschließender Aussetzung des Allerheiligsten begonnen. Die ganze Nacht über bestand für die Gruppen der Pfarrei und alle Gläubigen die Möglichkeit zur Anbetung und Andacht, wovon auch reger Gebrauch gemacht wurde. Musikalisch eingestimmt darauf wurde nach dem Gottesdienst mit Orgelmusik aus verschiedenen Jahrhunderten zu Fronleichnam mit Erklärungen, dargeboten von Dekanatskantor Georg Treuheit.

Anschließend gestalteten die Messdiener eine Gebetsstunde, gefolgt vom Gemeindeausschuss St. Laurentius mit meditativen Texten. Um Mitternacht fand ein Lobpreisgottesdienst mit verschiedenen Stationen in der Kirche statt, gestaltet von Sonja Schmith und ihrem Team. „Während der Gebetszeit bis zum frühen Morgen war die Atmosphäre in der Kirche eine ganz Besondere, denn viele daran Teilnehmende hatten gar nicht das Bedürfnis, nach Hause zu gehen“, berichtete Dorothea Jansen, Mitglied im Gemeindeausschuss von St. Laurentius und im Liturgieausschuss, die ebenfalls fast die ganze Nacht dabei war. Es habe sie auch gefreut, dass Gläubige aus Speyer und Waldsee in die Kirche gekommen seien. Während dieser Zeit wurde die Anbetung und Andacht vom Team des „Weltladen“, vom Verwaltungs- und Pfarreirat, dem Gemeindeausschuss Herz Jesu und MitarbeiterInnen der Kindertagesstätten der Pfarrei übernommen.
Danach begann eine Frühschicht, gestaltet von Elisabeth Eckrich, anschließend ein gemeinsames Frühstück im Pfarrheim St. Laurentius, das auch guten Zuspruch hatte. Währenddessen hielt die Anbetungsgemeinschaft bis zum Prozessionsbeginn um 9 Uhr Anbetung in der Kirche, bei der auch von Schwester Irene Strubel eine Andacht gehalten wurde.

„Insgesamt war die Resonanz besser, als wir erwartet haben“, sagte Dorothea Jansen im Gespräch mit dem Schifferstadter Tagblatt. „Wir sind ja schließlich auch Realisten und waren uns durchaus bewusst, dass dieses erstmals erweiterte Angebot, das die ganze Nacht über dauerte, keine Besucherströme mit sich ziehen würde“, fügte sie hinzu. Umso erfreulicher sei es, dass auch in tiefster Nacht immer mindestens acht Gläubige da gewesen seien. Auf die Frage nach einer weiteren Auflage dieser Form, meinte sie: „Im Moment sind alle, die dabei waren, motiviert, diesen Aufwand wieder zu stemmen, weil es eine Vertiefung des Glaubens war und unserer Pfarrei gut getan hat. Es lief alles rund und es war alles gut. Man hatte auch das Gefühl, dass es von Gott so gewollt war“, so ihr abschließendes Fazit.

Auch bei den angebotenen Fahrdiensten am Fronleichnamstag selbst lief alles rund. So nahmen vier Personen den Fahrdienst der Pfarrei Heilige Edith Stein in Anspruch, der Bürgerbus, sicher gesteuert von Peter Imo und jeweils für einen halben Tag umsichtig begleitet von Heinz Kuhn und Bruno Dell, konnte zehn Fahrten verzeichnen, die in der Zeit von 9.40 Uhr bis 15.30 Uhr stattfanden.

Botschaft: Christus auch zu den Menschen bringen, die am Rand der Gesellschaft stehen

„Unsere Teilnahme am Leib und Blut Christi zielt auf nichts anderes, als das zu werden, was wir empfangen“ war das Fronleichnamsfest, auch „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ genannt,  am Donnerstag überschrieben, zu dem alle katholischen Christen zu einer gemeinsamen Feier eingeladen waren. In diesem Jahr wurde es zum ersten Mal in erweiterter Form gefeiert. Den Auftakt bildete am Mittwochabend ein gut besuchter Gottesdienst in St. Laurentius, zelebriert von Pfarrer Dr. Georg Müller.

Das Leben und Sein aus dem heiligen Geist – so wie an Pfingsten als Geburtsort der Kirche und als Fest des Heiligen Geistes gefeiert – werde mit dem Fronleichnamsfest nochmals deutlicher, greifbarer, hob er in seiner Predigt hervor. „Fronleichnam ist die sichtbare Seite des Pfingstfestes: Kirche als geist-begründete, geist-belebte Gemeinschaft des Glaubens ist nicht unsichtbar und nur geistige Wirklichkeit, sondern sie besteht aus Fleisch und Blut – wie ein menschlicher Leib, aus Menschen, die in der Verbundenheit dieses Glaubens an Jesus Christus die Kirche bilden“, erläuterte er. Nicht umsonst habe Apostel Paulus im Korintherbrief als sprechendes Bild für die Kirche den Leib gewählt.

„Meiner Meinung nach bringt es am Tiefsten das Geheimnis unserer Seinsgemeinschaft mit Christus zum Ausdruck, weil das Bild des Leibes immer auch den Gedanken des Leibes Christi mit ausdrückt: für uns gegeben, zerbrochen,“ fügte er hinzu. Dies ziehe sich durch von den Tagen der ersten Jünger bis zum heutigen Tag und komme in der Prozession mit dem Allerheiligsten zum Ausdruck. Nach dem Gottesdienst begann dann die Nacht der Anbetung.

Der Fronleichnamstag wurde an der St. Laurentiuskirche, deren Treppe und Vorplatz wie immer blumenreich geziert und mit einem farbenprächtigen Blumenteppich wunderschön ausgeschmückt war, mit einer Prozession eingeleitet, angeführt mit dem Allerheiligsten, dem Seelsorgeteam, Messdienern und Kommunionkindern. Musikalisch begleitet wurde sie vom Musikverein 1974 unter Leitung von Carina Baumann-Laufer.

Neu in diesem Jahr waren während des Prozessionsweges auf dem Weg in die Waldfesthalle vier Haltestationen zum Thema „Lebensalter“. Dabei wurde jeweils für Menschen in den Altersstufen „Kind“, „Jugend“ „In der Mitte des Lebens“ und „Alt sein“ um ihren Segen gebetet.

„Heute haben wir uns hier vor der Waldfesthalle im Freien versammelt, um in der Eucharistie die Gegenwart Gottes unter uns zu feiern,“ begrüßte Pfarrer Albrecht Effler die etwa 500 Gläubigen, auch im Namen von Pfarrer Dr. Georg Müller, Diakon Hans Sattel und Pastoralreferent Heinrich Schmith zu Beginn des Gottesdienstes, der von der Gruppe „Grenzenlos“ unter Leitung von Thomas Wippel und dem Musikverein 1974 musikalisch umrahmt wurde.

In seiner Predigt ging es ihm darum, Christus in die Welt zu tragen. Dies verband er mit einer Begegnung vor zehn Jahren in Osttirol, bei der eine in der Pfarrgemeinde engagierte Frau an einem heißen Fronleichnamstag dem betagten Pfarrer ihre Hilfe anbot. Dieser habe ihr einfach die Monstranz in die Hand gedrückt, was sie zunächst verblüffte, da sie ja eine „Frau“ sei. Denn sie dachte, dass die Christuspräsenz noch sehr oft von Männern vermittelt werde. Doch der Gedanke, dass schließlich jeder Mensch selbst eine Monstranz Gottes sei, habe ihr Kraft und Stärke gegeben, hinter diesem Auftrag zu stehen – und zwar mehrere Jahre lang mit offiziellem Auftrag von Dekan und Bischof. „Biblisch lässt sich dies sogar bis zu den Anfängen des Christentums nachvollziehen: Schließlich war es Maria von Magdala, die als erste die Heilsbotschaft der Erlösung verkündet hat“, erklärte Pfarrer Effler. „Darum haben wir als Frauen die gleiche Würde, das Evangelium glaubhaft zu den Menschen zu bringen“, zitierte er eine Stellungnahme dieser Frau.
Deshalb dürfe man sich trauen in seinem Menschsein und Christsein, sich auf den Weg zu  machen und Christus auch an Orte zu tragen, die sich außerhalb der Kirche befinden, was eine ehrenvolle Aufgabe sei. Denn das Unterwegssein gehöre ja wesentlich zum Fronleichnamsfest. Auch wenn schon von manchem kritisiert worden sei habe, dass Christus dabei aus der Stadt hinausgetragen werde anstelle dorthin, wo die Menschen wohnten. Doch sei es nicht als Wink Gottes mit dem Zaunpfahl zu verstehen, wenn es heißt „Geht hinaus an die Ränder“, was ja auch ein viel strapaziertes Wort des Papstes sei, der es ebenso sehr eindringlich meine, nämlich: „Christus zu den Menschen zu bringen, die am Rand der Gesellschaft stehen, deren Leben oder etwas in ihrem Leben gescheitert ist und die Heilung suchen, brauchen gerade Christus als  Nahrung und nicht als Verweigerung“, behauptete er. Dabei gehe es nicht um die Frage, ob es sich lohne und auszahle, denn da hätte Jesus ganz schnell aufhören müssen. Auch wenn man aus den Kinderschuhen des Glaubens herausgewachsen sei und den Glauben als Erwachsene mit Glaubens- und Lebenserfahrung neu verstehe, habe sich der Glaube nicht verändert. Darum solle der Glaube so angeboten werden, dass die Menschen in diese Schuhe hineinschlüpfen können. Deshalb müsse Freude an Gott spürbar sein und  - wie die Frau aus Osttirol meinte: „Ich würde mehr Sinnlichkeit in den Gottesdienst bringen, wie Tänze, Farben, Symbole. Gespräche im Gottesdienst, mehr Lebendigkeit. Es müsse deutlich werden, dass da einer sei, der Hilfe zum Leben gäbe.

Nach dem Gottesdienst fand wie immer die Réunion statt, bei der es auch reichlich Gelegenheit zum Mittagessen gab: Über 100 Portionen hausgemachter „Pichelsteiner“-Eintopf mit Rindfleischeinlage hatte ein Team des Malteser-Hilfsdienstes mit seinem "Chefkoch" Herbert Altmann gekocht, die von Mitgliedern des Gemeindeausschusses von Herz Jesu ausgegeben wurden. Auch der erstmals frisch zubereitete Obstsalat der Malteser fand viele Abnehmer.
Die weitere Bewirtung mit Pfälzer Spezialitäten und Getränken übernahmen die Mitglieder des DJK SV Phönix, für den Ordnungsdienst war die Kolpingfamilie, die Polizei und die Freiwillige Feuerwehr zuständig und auch der Malteser Hilfsdienst war zusätzlich mit einem „Versorgungszelt“ vor Ort.

(Bericht: Inge Schade)

Impressionen vom Fronleichnamsfest 2018



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