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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden, die zur Pfarrei Hl. Edith Stein Schifferstadt gehören.

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Alois Eichenlaub, Pfr.i.R. berichtet über sein Wirken mit MANTHOC in Cajamarca/Peru

Freitag, den 21. Juni, 19.30 Uhr in St. Michael, Dannstadt

Alois Eichenlaub, den unsere Pfarrei über den Arbeitskreis Mission-Entwicklung-Frieden (MEF) schon lange unterstützt und der seine Kaplanszeit in den 1950er Jahren in Schifferstadt verbrachte, berichtet über sein jahrzehntelanges segensreiches Wirken als Weltpriester und Sozialpraktiker in der Bergarbeiterstadt Cajamarca in Peru/Südamerika.

Zusammen mit Alex Medina, dem derzeitigen Leiter des von Alois Eichenlaub gegründeten Schul- und Sozialzentrums wird er den Zuhörern ein Beispiel von gelebter Solidarität mit den benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus Cajamarca vor Augen führen. Alois und Alex verdeutlichen in ihren Ausführungen die überaus positiven Wirkungen der schulischen Bildung und der sozialpädagogischen Betreuung für benachteiligte junge Menschen.

Termin: Freitag, 21. Juni 2019, 19.30 Uhr, Pfarrzentrum St. Michael, Kirchenstraße 4, Dannstadt.

Wer an diesem Tag verhindert ist, kann die beiden auch am Samstag, 22. Juni ab 15 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum, Schubertstr. 1a in Dudenhofen treffen. An diesem Tag sprechen sie beim Förderverein MANTHOC Cajamarca e.V. über ihre Arbeit.

Kurzbiografie ALEX JOSÉ MEDINA URBINA Schulleiter der MANTHOC-Grundschule „Jesús Trabajador“ in Cajamarca, Peru

Alex wurde am 8. September 1984 in der Provinz San Marcos (Region Cajamarca - Peru) geboren. Er stammt aus einer kleinbäuerlichen Familie und besuchte in dem kleinen Dorf Huanico die Grundschule. Das Dorf liegt in der Region Cajamarca auf 3.800 Metern Höhe in den Anden, wo die Bauern ihr Geld durch den Verkauf von Kuhmilch verdienen. Die weiterführende Schule sowie die Universität absolvierte Alex in der Stadt Cajamarca. Er studierte dort Pädagogik und folgte damit dem Beispiel seines Vaters, der an der Grundschule in seinem Heimatdorf unterrichtete. Darüber hinaus hat er eine technische Ausbildung im Bereich Maschinenbau, die er am berufsbildenden Zentrum SENATI absolvierte.

Seit dem Jahr 2007 arbeitet Alex als Lehrer, zunächst an einer Privatschule und seit 2008 an der MANTHOC Grundschule. Seit 2013 ist er Direktor dieser Bildungseinrichtung. Alex ist stolzer Vater seiner 9-jährigen Tochter Alessandra und in seiner Freizeit fährt er gerne aufs Land und treibt Sport. Derzeit ist er – wie Alois Eichenlaub und andere Mitarbeitende auch – Mitglied des Managementteams von MANTHOC Cajamarca. Ihr soziales Engagement gilt der MANTHOC-Bewegung, die sich für die Rechte arbeitender Kinder und Jugendlichen einsetzt.


Arbeitskreis Mission-Entwicklung-Frieden - AK MEF

Der AK MEF wurde 1984 als Arbeitskreis des damaligen Pfarrgemeinderates St. Jakobus gegründet, in dem sich seit einigen Jahren Interessierte aus allen Gemeinden engagieren. Seit Beginn pflegt der AK MEF durch Spenden finanziell und durch Informationen ideell die Kontakte zu Partnern in der sogenannten "Dritten" Welt.

Nach zeitweiliger Unterstützung verschiedener Projekte in Asien, Südamerika und Afrika konzentriert sich die "Hilfe zur Selbsthilfe" seit mehreren Jahren auf Cajamarca in Peru. Unser Peru Projekt entwickelte sich dank kontinuierlicher Kontakte zu Pfarrer i.R. Alois Eichenlaub, der in den 1950er Jahren unter anderem Kaplan in St. Jakobus war, ehe er sich für die Seelsorge in Übersee entschloss. Mit seinem Engagement entstanden in der Königsstadt Perus, in Cajamarca, unter anderem eine Druckerei, die Medienwerkstatt Sonoviso und die Schule für arbeitende Kinder Escuela Jesus Trabajador, die der Organisation MANTHOC angehört.

Was ist MANTHOC?

MANTHOC (Movimiento de Adolescentes y Niños Trabajadores Hijos de Obreros Cristianos) bedeutet übersetzt: "Bewegung der arbeitenden Kinder und Jugendlichen, Söhne und Töchter von christlichen Arbeitern" und wurde  1976 in Lima (Peru) gegründet. Auf der Basis der UN-Kinderrechtskonventionen ist die Handlungsmaxime: Ja zur Arbeit, Nein zur Ausbeutung.
Pfarrer Alois Eichenlaub, MANTHOC und die Mitarbeiter der Schule Escuela Jesus Trabajador sprechen​ immer von "arbeitenden Kindern", nie von "Straßenkindern". Eine derartige Bezeichnung ist für sie diskriminierend, denn sie würdigt nicht den Beitrag, den diese Kinder mit ihrer Arbeit für ihre Familien leisten. Die UNICEF-Forderung nach einem gesetzlichem Verbot von Kinderarbeit sieht MANTHOC daher kritisch.

Projekte des Förderkreises

Unser jüngstes Projekt in Peru: Schulpatenschaften

Seit dem Schuljahr 2011/2012 unterstützt der AK MEF mit Schulpatenschaften die "arbeitenden Kinder" um diesen den Besuch einer weiterführenden Schule zu ermöglichen. Die Jugendlichen absolvierten zum größten Teil zuvor Pfarrer Eichenlaubs Escuela Jesus Trabajador. Die Pateneltern verpflichten, sich fünf Jahre lang einen finanziellen Beitrag dafür zu leisten, dass die Jugendlichen einen Schulabschluss an einer höheren Schule machen können. Im ersten Jahr sind es umgerechnet 135 € pro Kind (bedingt durch einmalige schulische Nebenkosten wie beispielsweise Schuluniform), in den folgenden 4 Jahren je 105 € im Jahr. Die ersten Patenschaften wurden inzwischen erfolgreich beendet. Die Schulpatenschaften werden organisiert über den Förderverein MANTHOC e.V., in dem sich hauptsächlich junge Erwachsene ehrenamtlich engagieren, die im Rahmen eines Freiwilligendienstes ein Jahr mit den Kindern verbracht haben. Informationen zum Förderverein gibt es unter www.foerderverein-manthoc-cajamarca.de.
Wer mehr Informationen zu MANTHOC bekommen möchte, kann unter www.youtube.com kleine Filmbeiträge anschauen.

Coffee Stop

Seit einigen Jahren bietet der Arbeitskreis an einem Sonntag in der Fastenzeit eine Kaffeepause zum Abschalten, den  sogenannten „Coffee Stop“ an. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Aktion mit MISEREOR. Bei einer Tasse fair gehandeltem Kaffee, Tee oder Kakao können die Kirchenbesucher in lockerer Atmosphäre im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst miteinander ins Gespräch kommen. Die Aktion soll den Meinungsaustausch zu fairen und unfairen Preisen für Kaffee, Tee  und anderen Lebensmitteln anregen. Der Erlös der freiwilligen Spende kommt Misereor-Projekten zu. Diese Aktion findet deutschlandweit statt. Bei uns wurde sie in diesem Jahr  am 26. März 2017 nach dem 9 Uhr Gottesdienst in St. Laurentius durchgeführt.

Coffee Stop bringt Menschen zusammen und informiert einfach und direkt über den mutigen Kampf der Armen gegen Armut, Hunger und Ungerechtigkeit.

Coffee Stop in St. Laurentius am 26.03.2017

Coffee Stop am 24.02.2018 vor der St. Jakobus Kirche

Kontakt

Auf Ihr Interesse an einer Mitarbeit in unserem Arbeitskreis oder an einer neuen Schulpatenschaft freuen sich Reinhild Trapp, Uschi Reimer, Petra von Rhein, Gisela Atteln, Maria Meinhardt, Maria Bönig und Silke Funk.

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