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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden, die zur Pfarrei Hl. Edith Stein Schifferstadt gehören.

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St. Laurentius

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Bruder Paul und seine Straßenkinder

Bibel.tv drehte in Chile einen Film über Bruder Paul Oden.
Entstanden ist ein beeindruckender und anrührender Bericht über den Missionar, der sein ganzes Leben den ärmsten der Armen, Kindern und Erwachsenen widmete und durch sein Leben mitten unter den Menschen große Erfüllung fand.

Das Team von Bibel.tv begleitete Bruder Paul in den letzten Tagen und Wochen seines segensreichen Lebens. Nur wenige Tage danach, im Januar 2017 verstarb er im Alter von 88 Jahren. So kann der Film als sein Vermächtnis gesehen werden.

Weitere Informationen:
Seit rund zehn Jahren produziert steyl medien das TV-Magazin "grenzenlos". Es ist das erste Ordensmagazin im deutschen Fernsehen. "grenzenlos" will über den Steyler Missionsorden, über seine Arbeit und Einrichtungen informieren und zugleich einen Beitrag zur "Medien-Verkündigung" leisten. Die Beiträge machen Hoffnung und Mut und berichten von Menschen, die sich für eine bessere Welt engagieren und deren Einsatz Menschen überall auf der Welt zu Gute kommt.
http://www.steyl-medien.de/steylmedien/grenzenlos/index.php


Zum Gedenken an Bruder Paul Oden

Ein dankbares Gedenken an
Bruder Paul Oden SVD
* 23.07.1928 Pirmasens, Speyer
+ 13.01.2017 in Iquique, Chile
auf der Homepage der Steyer Mission.

Bitte folgen Sie diesem Link.


Bruder Pauls Vermächtnis lebt

Die Pfarrgemeinde St. Laurentius Schifferstadt hat durch das Engagement des aus Pirmasens stammenden Bruder Paul Oden eine nun bald 20-jährige segensreiche Patenschaft mit der Pfarrei San Norberto in Iquique, die von der damaligen Pfarrei St. Laurentius, der Kolpingfamilie Schifferstadt in Zusammenarbeit mit Pfarrer Anton Böckel aus Diedesfeld und Förderern eine gute Entwicklung genommen hat.
Nachdem Bruder Paul Oden am 13. Januar diesen Jahres im chilenischen Iquique im Alter von 88 Jahren verstorben ist, war die Frage des Weiterfunktionierens seiner dortigen missionarischen Arbeit abzuklären. Inzwischen konnte der Mitinitiator der Patenschaft, Alexander Kuhn, durch sein rühriges Engagement einiges in Erfahrung bringen.

Außer unserer Patengemeinde San Norberto gibt es in Iquique ein schönes Gotteshaus mit dem Namen „Guter Hirte“, geschaffen von Gustav Eiffel die vom ehemaligen Pfarrer unserer Patengemeinde, Carlos Villagra i.R., geleitet wird. Auch wenn sie außen sehr schön ist, war der Innenraum sehr marode und die Kirchenbänke zusammengebrochen, da sie unter Wurmbefall litten.
Deshalb wurden bereits im Dezember 2016 aus Spenden 4000 Euro zur Verfügung gestellt, um die Kirchenbänke, 19 an der Zahl, aus Oregon Kiefer zu erneuern. „Zwischenzeitlich haben wir den Erlös unseres letzten Solidaritätsessens (Palmsonntag) in St. Laurentius, das insgesamt 5000 Euro erbrachte, über Pfarrer Anton Böckel aus Diedesfeld zur Herstellung einer kleinen Leichenhalle zur Verfügung gestellt, da die Verstorbenen bisher im Kirchenraum aufgebahrt werden mussten“, informierte Alexander Kuhn im Gespräch mit dem Tagblatt. Inzwischen habe Pfarrer i.R. Carlos Villagra den Eingang des Betrages über Bischof Guillermo Vera Soto aus Iquique dankend bestätigt. Dieser kümmerte sich im übrigen auch um die Kirche San Norberto, die von Pfarrer Padre Benjamin verwaltet werde.

Die Kindertagesstätten der Stiftung „Fundacion Nino en la Huella“, die von Bruder Paul unter dem damaligen Bischof gegründet wurden, werden vom Bischöflichen Ordinariat verwaltet und gepflegt sowie staatlich unterstützt. Verantwortlich zeichnet Bischof Guillermo Vera Soto und dessen Administrator Claudio Molina.

Das letzte Projekt von Bruder Paul, das er vor etwa vier Jahren in eigener Regie und aus Spenden aus Deutschland gegründet hat, ist das Kinderzentrum „El Rubio“ in Alto Hospicio, einem Elendsviertel in 700 Meter Höhe in der Atacama Wüste, das nach wie vor auf Spenden angewiesen ist und keinerlei staatliche Hilfe empfängt. Hier werden etwa 60 Kinder im Alter zwischen fünf und 15 Jahren betreut und mit Essen versorgt, die nach der Schule der Hilfe bedürfen, da deren Eltern mittellos sind. Angeboten werden dazu Hausaufgabenbetreuung und verschiedene Freizeitbeschäftigungen, wie beispielsweise Musikkurse, Sportangebote aber auch Religionsunterricht, ausgerichtet auf die religiösen chilenischen Feste des Jahres, die dort ganz besonders gefeiert werden. Obwohl auch Kinder verschiedenen Glaubens betreut werden, gibt es keine Probleme. Die Bewohner stammen aus großen Teilen aus Bolivien, Peru und Chile, deren Eltern  im Freihafen von Iquique Arbeit suchen.
Geleitet wird das Kinderzentrum nun von Jorge Ricardo Aguayo Saez, der mit Bruder Paul bereits seit 1997 zusammenarbeitete  und genau weiß, was wichtig ist, um sein Werk umsetzen und am Leben erhalten zu können. „Der Geist Bruder Pauls lebt weiter in unserer Arbeit, in unserer Hilfe, wie er es mir gezeigt hat: hab Vertrauen in die Kinder, beraube sie nicht ihrer Freiheit und Entscheidungen, behandle sie mit Zuneigung und vor allem: gehe voran mit gutem Beispiel und behandle sie immer wie ein Vater seine Lieben“, geht aus einem Schreiben von Bischof Guillermo Vera Soto an Alexander Kuhn hervor.

Um dieses missionarische Projekt auch künftig weiterführen zu können, werde ein monatlicher Beitrag von 2000 Dollar benötigt. Pfarrer Anton Böckel aus Diedesfeld, welcher in seinem bisherigen Einzugsbereich auch immer viele Spenden für Bruder Paul ansammelte, hat nun mit seinen Mitstreitern beschlossen, bis auf weiteres monatlich 1800 Dollar zur Aufrechterhaltung von Bruder Pauls Vermächtnis zur Verfügung zu stellen und bittet deshalb alle um Unterstützung.

Deshalb wurde ein Spendenkonto eingerichtet bei der VR Bank Südpfalz Landau, Katholische Kirchenstiftung St. Remigius Diedesfeld, Konto-Nummer: 106890049, IBAN: DE 5654 8625 000 106850049, Kennwort: „Spende für Bruder Paul“. Auf Wunsch erhalten die Spenderinnen und Spender selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.
Alle Förderer würden sich sehr freuen, wenn diese gemeinsame Aktion zur Erhaltung eines der Lebenswerke von Bruder Paul Oden auch nach seinem Tod weitergeführt werden könnte. Im übrigen sind Bischof Guillermo Vera Soto und seine Mitarbeiter jetzt schon komplett mit den Vorbereitungen für den Besuch von Papst Franziskus beschäftigt, der in der Mitte Januar 2018 nach Iquique kommen wird.

Text: Inge Schade

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