Zuhause mit Kindern Gottesdienst feiern

Liebe Familien,

mit dieser Gottesdienstvorlage wollen wir eine Hilfe anbieten, zu Hause in der Familie Gottesdienst zu feiern. Die Vorlage ist für Familien mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter gedacht. Sie kann mit eigenen Ideen, Gebeten und Liedwünschen ergänzt werden.

  • Vor Beginn des Gottesdienstes sollte gemeinsam vorbereitet und überlegt werden:
    Wo wollen wir feiern?
    Am Esstisch? Im Kinderzimmer? Ein Sitzkreis am Boden?
  • Was wie dazu brauchen:
    - eine Kerze (am besten in einem Windlicht) und Streichhölzer
    - ein Kreuz (kann man auch aus Lego bauen)
    - die Gottesdienstvorlage
    - eine Bibel zum Nachschlagen der Geschichte
    - 2-3 Lieder
    - Handy oder Computer für das Video zum Evangelium und die Lieder
    - Musikinstrumente z.B. Triangel, Klangstäbe, Topfdeckel, ... zum Begleiten der Lieder, wenn gewünscht

Erwachsene/r:

(Kerze anzünden)

Wir zünden die Kerze an als Zeichen, dass Gott in unserer Mitte ist. Er ist wie ein Licht für uns Menschen.

Wir beginnen mit dem Zeichen unseres Glaubens:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

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Wir beten zusammen:

Guter Gott, du bist mit deiner Liebe bei uns, hier in unserer Mitte.

Wie es uns auch geht, ob wir lachen oder weinen,
ob wir fröhlich sind oder uns Sorgen machen:
Du bist bei uns.

Dafür wollen wir dir danken.

Öffne unsere Ohren und unser Herz für dein Wort und die Gemeinschaft mit dir.
Amen.

Hallelu, Hallelu, Hallelu, Halleluja! Preiset den Herrn!

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Bibelgeschichte: Mk 1, 21-28

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Gedanken:

  • Kennt ihr die Power Ranger Beast Power? Das sind ganz fantastische Kräfte, die sie im Kampf gegen Feinde einsetzen. Vielleicht kennst du auch Kräfte der Lego Ninjago! Da gibt es eine Rüstung, die bestimmte Kräfte verleiht.
  • Superkräfte, manchmal wünschen wir uns auch welche zu haben.
    Welche Superkraft hättest du gerne?
    Und die Erwachsenen? Tauscht euch darüber kurz aus!
  • In der frohen Botschaft nach Markus hat Jesus in der heutigen Geschichte so eine Art Superkraft. Er vertreibt einen bösen Geist nur mit seinen Worten. Damit bringt er die Menschen, die das mitbekommen sehr zum Staunen. Alle wundern sich und fragen sich, woher er diese Kraft wohl hat? Andererseits waren sie auch unsicher, was sie davon halten sollen.
    Wie siehst du das?
  • Jesus ist zwar nicht mehr als richtiger Mensch unter uns wie damals, aber wir Christen glauben, dass er in und durch seinen Geist bei uns ist. Dass er lebt und heute noch wirkt. Kannst du das glauben? Oder sogar erleben?
  • Eins ist sicher: Wir wissen heute wie die Geschichte mit Jesus ausging. Von außen betrachtet nutzte ihm seine Superkraft am Ende nichts, weil er wie ein Verbrecher geendet hat. Aber: er ist auferstanden und hat sogar den Tod besiegt mit Gottes Macht.
  • Wir gehören durch die Taufe alle zu Jesus! Also gehören auch wir zu den Siegern!
    Wer an ihn glaubt, wird leben!

Jesus Christus ist der Sieger

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Einführung:

Gott ist unser Vater und wir sind seine geliebten Kinder. Zu ihm dürfen wir mit allen Sorgen, Wünschen und Bitten kommen.

VorbeterIn:

Guter Gott, wir beten für alle Menschen, die sich Sorgen um ihre Gesundheit machen.

Alle:

Wir bitten dich, erhöre uns.

VorbeterIn:

Guter Gott, wir bitten für uns selbst. Hilf uns, an dich zu glauben und dir zu vertrauen.

Alle:

Wir bitten dich, erhöre uns.

VorbeterIn:

Guter Gott, wir beten für alle, die ihre Freunde, die Kita, die Schule, die Arbeit vermissen, weil sie zu Hause bleiben müssen.

Alle:

Wir bitten dich, erhöre uns.

VorbeterIn:

Guter Gott, wir beten für alle Menschen, die schon gestorben sind und bei dir ein himmlisches Zuhause gefunden haben.

Alle:

Wir bitten dich, erhöre uns.

VorbeterIn:

Jede/r darf weitere Sorgen, Wünsche und Bitten sagen.

Guter Gott, wir beten für ...

Alle:

Wir bitten dich, erhöre uns.

zum Abschluss der Fürbitten:

Guter Gott, du hast unsere Bitten, Sorgen und Wünsche gehört. Auch das, was wir nicht laut gesagt haben, weißt du, denn du kennst uns.

Wir brauchen deine Nähe und dein Licht. Du lässt uns nicht allein. Dafür danken wir dir und beten mit den Worten, die Jesus uns geschenkt hat.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Erwachsene/r:

Wir wollen Gott um seinen Segen bitten:

Gott segne unser Miteinander in der Familie, dass wir immer wieder zueinander finden, auch wenn wir uns verletzt haben.

Gott segne uns und sei uns gnädig, wenn wir dich in unserem Alltag vergessen.

Gott segne unsere Begegnungen und unser Tun, damit wir ein Segen für andere sind.

So sind wir gesegnet und alle, die zu uns gehören.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Gestern, heute und morgen

 

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Zur Vertiefung für Erwachsene:

Wenn Jesus sprach wirkte das ganz anders auf seine Zuhörer:
Er lehrte sie als einer, der Vollmacht hat – sie spürten, dass da was ganz anderes dahinter war.

Jesus trat nicht als der Belehrende auf, sondern als Botschafter des Reiches Gottes, weil die Zeit dafür nun gekommen war. Die Hörer merkten, dass hier was passierte wie damals bei den Propheten. Gott sprach zu seinem Volk und das hatte Auswirkungen, zunächst auf die Herzen der Leute. Indem Jesus lehrte offenbarte er Gott.

Vollmacht: wurde übertragen und ermächtigte dadurch das Handeln. Die höhere Instanz erteilte der Untergeordneten oder auch dem Einzelnen bestimmte Vollmachten. Das bedeutete Recht und Freiheit, etwas zu tun, was einem bisher nicht ohne weiteres zustand. Vollmacht ist immer abgeleitete Macht, sie würde nichts bedeuten, wenn nicht tatsächlich eine Macht dahinter stünde.

Vollmacht kann sich auf einen einzelnen Vorgang beziehen, z.B. heute im Geldverkehr: eine schriftliche Vollmacht, einmalig einen bestimmten Betrag von einem Konto abzuheben. Vollmacht kann recht umfassend sein, z.B. die uneingeschränkte Verfügungsberechtigung für ein Girokonto. Vollmacht kann sehr umfassend sein, z.B. die Generalvollmacht, die beim Notar eingetragen wird, wo ein anderer für und auch über einen Menschen entscheidet, der z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selber in der Lage dazu ist.

Die Menschen erkannten, dass Jesus von Gott bevollmächtigt war, dass er die Vollmacht nicht missbrauchte, dass er der Vollmacht gemäß lebte und das tat, wozu Gott ihn beauftragt hatte.

Zum Nachdenken:
  1. Im Andachtsbuch „Leben ist mehr 2011“ (27.7.) schreibt Axel Schneider zu Mk. 1,22:
    "Es wundert mich nicht, dass die Menschen damals über die Lehre Jesu so erstaunt waren, wo doch Gottes Vollmacht dahinter stand. Aber es wundert mich, dass wir heute so wenig auf die Bibel hören. Denn in ihr können wir immer noch lesen, was Jesus Christus uns in Gottes Vollmacht mitzuteilen hat. Wir müssen bedauerlich blind dafür geworden sein."
    Wie geht es Ihnen, wenn Sie in der Bibel lesen?
    Merken Sie manchmal etwas von der Vollmacht Jesu wenn Sie von ihm lesen?
    Fällt Ihnen ein Beispiel dafür ein?
  2. Kennen Sie jemand, in dessen Leben und Lehren Vollmacht von Gott zum Ausdruck kommt?
  3. Haben Sie selbst schon mal erlebt, dass Gott Ihnen Vollmacht gab für eine bestimmte Aufgabe?