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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden, die zur Pfarrei Hl. Edith Stein Schifferstadt gehören.

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Gemeinsames Feiern im und außerhalb der Gottesdienste, ...

... miteinander ins Gespräch zu kommen und verschiedene Aktivitäten in einer Gemeinde zu erleben, zeichneten die 42. Auflage des Gemeindefestes St. Jakobus am Sonntag, 03.09.2017 aus.

Mit einem Ökumenischen Gottesdienst wurde das Fest am Samstagabend in der St. Jakobuskirche eröffnet, der unter dem Motto stand "So weit Himmel und Erde ist". Dies war auch das Thema beim diesjährigen Tag der Schöpfung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, der tags zuvor mit einem Ökumenischen Gottesdienst im Dom zu Lübeck begangen wurde. "Denn wir haben hier die Verantwortung, dass wir nicht beliebig mit Gottes Schöpfung umgehen können", hob Pastoralreferent Heinrich Schmith in seiner Begrüßung hervor. Seit vielen Jahren werde außerdem bei Gemeindefesten als gute Tradition die gegenseitige Gastfreundschaft zwischen den evangelischen und katholischen Gemeinden gefeiert. Dies kam durch die Mitfeier von Pfarrerin Barbara Abel-Pohlack in diesem Jahr zum Ausdruck, die sich in ihrer Predigt ebenfalls der Schöpfung widmete. "Überall kommen wir mit Gottes Schöpfung in Berührung, in die wir Menschen als Teil hineingestellt wurden, und reagieren auf sie. Denn alles Leben und alle Wesen, die nach christlichem Verständnis von Gott geschaffen wurden, sind miteinander verbunden und voneinander abhängig", betonte sie.
Verdeutlichen sollte dies ein Bild, in dem der Gang des Apostel Petrus über das Wasser dargestellt wurde, das in einem Dialog der Jünger mit Petrus, gesprochen von Pastoralreferent Heinrich Schmith und Lektor Andreas Baum, beschrieben wurde. Denn zum einen wurde Jesus zunächst als "Gespenst" angesehen, als er im Sturm über das Wasser ging und zum anderen war Petrus ein echter "Aussteiger", als er das schlingernde Boot verlassen hatte, um Jesus entgegen zu gehen, auch wenn die Panik und die Zweifel wieder Besitz von ihm ergriffen hatten. Doch Jesus schien alle Naturgesetze aufgelöst zu  haben, denn er kümmerte sich um die Jünger, die in Gefahr waren. "Jesus trägt unseren wankelmütigen und zweifelnden Glauben, in seinem Dabei-Sein, seinem Entgegen-Kommen, seinem Hand-Ausstrecken, seinem Wort und Sakrament. Daraus wachsen neues Leben und neue Kraft", betonte sie. Gott lade die Menschen ein, ihm zu vertrauen, ihm zu danken und ihn zu bitten in der Gewissheit, dass er sie erhöre und alles zu verändern vermag, seinem Ruf zu folgen und aus festgefahrenen unguten Strukturen auszusteigen, auch wenn dabei scheinbar Naturgesetze nicht mehr gelten würden.

Chor der St. Jakobuskirche und Junge Kantorei gestalten den Samstagabend

Nach dem Gottesdienst wurde im Pfarrzentrum weitergefeiert. Die Bewirtung hatten die Junge Kantorei und der Kirchenchor St. Jakobus übernommen. „Trotz des Regens ist die Veranstaltung nicht ins Wasser gefallen“, merkte Steffen Hammer schmunzelnd an, für den es sein erstes „Chorfest“ als 1. Vorsitzender der Chöre war. Er äußerte sich sehr zufrieden über den Zuspruch, was das ausverkaufte Essensangebot bestätigte. Auch der an diesem Abend vorgenommene Kuchenverkauf sei gut angenommen worden. „Ich konnte mich super auf meine Vorgänger verlassen, es war ein eingespieltes Team mit neuen Gesichtern“, so Steffen Hammer.

Er hob auch die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlicher der Gemeinde hervor. Großes Lob sprach er dem Kirchenchor, der  Jungen Kantorei und deren Eltern aus für ihren unermüdlichen Einsatz. Für gute Stimmung sorgte an diesem Abend auch eine choreigene Band mit Live-Musik mit Dekantskantor Georg Treuheit am Saxophon, Manuel Funk (Klavier), Eva Oberling (Percussion) und Daniel Funk (Gesang), die mit schwungvoller Musik kräftig einheizten.

Gemeindefestsonntag - Start mit Festgottesdienst

"So ein Gemeindefest gibt viel Anlass zum Danken. Dazu gehört, dass viele Menschen da sind, die dieses Fest ermöglichten, aber auch dafür, dass Gott uns zusammenführt als Gemeinde im Glauben, im Gebet und in der Feier", hob Pfarrer Dr. Georg Müller zu Beginn des Festgottesdienstes am Sonntagmorgen hervor. Es sei immer wieder festzustellen, dass dies alles nicht selbstverständlich, sondern als großen Wert im Leben zu entdecken und miteinander wertzuschätzen sei. In seiner Predigt ging er auf das Matthäus-Evangelium ein, in dem Petrus Jesus davon abhalten wollte, nach Jerusalem zu gehen, um sich töten zu lassen und am dritten Tage wieder aufzuerstehen. Worauf Jesus mit scharfen Worten antwortete: "Weg mit Dir, Satan, geh mir aus den Augen. Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen". Es sei Jesus gewesen, der radikal Angst machen wollte mit dem, wozu er gekommen sei, auch wenn die Menschen solche Dinge nicht gern hören würden, obwohl sie von Jesus im Zusammenhang mit der Auferstehung und dem ewigen Leben gesagt worden seien. Doch die Einheitsübersetzung sei nicht nicht gut. Denn im griechischen Urtext stehe "Stell dich hinter mich, denn sowie du mir im Weg stehst und nicht den Willen des Vaters tun willst, bist du für mich ein Ärgernis, ein Hindernis", erklärte der Pfarrer. Jesus habe Petrus zur Ordnung gerufen, denn er sei ja gekommen, um die Dinge zwischen Gott und der Welt wieder zu regeln. Jesus wisse, dass die Erfahrung des Leides und des Todes eine zentrale Erfahrung des Menschen sei. Er wisse auch, dass es ohne das Kreuz und das Opfer im Leben des Menschen nichts Großes entstehen könne. "Das ist der große Kern seiner Botschaft und nicht immer leicht zu tragen und zu leben", betonte Pfarrer Müller. Aber ein leichtes Leben habe Jesus nie versprochen. Ein erfüllendes Leben sei nur möglich, wenn sich die Menschen von Jesus herausfordern ließen aus Bahnen des eigenen Lebens, um den Weg hinter ihm herzugehen. "Wir sollen darauf schauen, wozu Jesus uns ruft und anleitet. Denn unser Bekenntnis zu Jesus ist immer wieder etwas, was uns unterscheiden wird". Stets den gleichen gesellschaftlichen Weg einzuschlagen, führe nicht weiter. Vielmehr müsse man eine innere Anbindung zu Jesus haben, im Gebet, im Dialog zu ihm, einzeln und als Gemeinschaft. "Wir müssen uns deshalb immer wieder die Fragen stellen lassen: Für wen haltet Ihr mich, wer bin ich für Euch, für Dich, wo bin ich in Deinem Leben", denn dies sei die  zentrale Frage des Lebens, an dem sich das Leben der Christen und ob sie sich von ihm in seinen Dienst stellen lassen wollen.

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Vielfältiges Rahmenprogramm

Nach dem Festgottesdienst unterhielt das Bläserensemble der Stadtkapelle unter Leitung von Thomas Weiland mit zünftiger Blasmusik. Vor dem Mittagessen lud Pfarrer Dr. Georg Müller zu einem gemeinsamen Tagesgebet ein, das auch auf die Aktion "Gutes Leben. Für alle!" und deren Nachhaltigkeit hinweisen sollte.

Am frühen Nachmittag begeisterten zehn Tänzerinnen des Offenen Tanzkreises unter Leitung von Gerda Elmer mit einem flotten Cha-Cha-Cha und einem Septemberwalzer, bevor sie zur einem  Mittmachtanz aufforderten, an dem sich auch einige junge und junggebliebene Gemeindefestbesucher beteiligten.

Zahlreiche Gruppierungen der Gemeinde beim Fest aktiv dabei

Auch den weiteren Aktionen war eine gute Resonanz beschert: Der Arbeitskreis "Mission-Entwicklung-Frieden" boten neutrale Fotokarten an, aufgenommen von Pfarrer Alois Eichenlaub, und der Duft von frischem aromatischen Mocca aus dem mexikanischen Hochland zog viele Kaffeegenießer an.

Der Weltladen Schifferstadt bot Waren aus der ganzen Welt an, im Mittelpunkt standen Artikel aus Palästina in Anlehnung an ihre Themenveranstaltung am 29. September im Weltladen.
Am Stand der Kindertagesstätte St. Jakobus konnten gewebte Papierkreuze gebastelt und die Geschicklichkeit beim Dosenwerfen und an einer Wurfschleuder getestet werden.

Die katholische öffentliche Bücherei bot mit einem bestens bestückten Bücher- und CD-Flohmarkt viel Gelegenheit zum Schmökern.
Der Malteser Hilfsdienst stellte den Hausnotruf und die Patientenverfügung vor und hatte für die Jüngsten eine Hüpfburg aufgebaut, die Messdiener hatten sich dem Kinderschminken angenommen und der Pfarreirat war mit einem Infostand vertreten.

Doch auch dem Essensangebot wurde reichlich zugesprochen, so dass das "Rindfleisch mit Meerrettich" nach der Mittagszeit ausverkauft war. Ebenso hatten die Damen am Salatbuffet alle Hände voll zu tun, wie auch die Frauengemeinschaft am Kuchenbuffet, das am späten Nachmittag zur Neige ging. Zur Ergänzung hatten die Messdiener von St. Jakobus Waffeln und die Eltern der Jungen Kantorei Crepes gebacken. An beiden Tagen stand für die Gäste außerdem eine Cocktailbar der Jungen Kantorei bereit.

"Wir sind nicht nur mit dem Zuspruch am Gemeindefest sehr zufrieden sondern auch mit der Planung im Vorfeld, die reibungslos geklappt hat", freute sich Roman Sturm, der gemeinsam mit Jutta Berberich-Schmitt und Martina Stabenow das Organisationsteam gebildet hatte. Ein herzliches Dankeschön sprach das Team auch den weit über 100 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus, die zum Gelingen des Gemeindefestes maßgeblich dazu beigetragen hätten. Großen Wert legte Roman Sturm auch auf die Nachhaltigkeit eines solchen Festes, denn fair gehandelte Erzeugnisse und Produkte aus regionalem Anbau seien wichtige Bausteine dafür. Dafür hatten sich auch die teilnehmenden Gruppierungen eingesetzt.  

Text: Inge Schade

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