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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden, die zur Pfarrei Hl. Edith Stein Schifferstadt gehören.

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Das Sakrament und die Feier der Priesterweihe

Das Sakrament der Weihe
Wer ein Amt in der Kirche ausübt, handelt nach Vorbild Jesu Christi. Durch die Weihe wird dieses Amt feierlich übertragen.
Die Weihe ist eines der sieben Sakramente der Kirche. In ihr wirkt Christus selbst an einem Menschen. Als einziges Sakrament wird die Weihe in drei Stufen unterschieden: Diakonat, Presbyterat und Episkopat – also die Weihe zum Diakon, zum Priester und zum Bischof. In der höchsten Stufe, dem Bischofsamt, ist die Fülle der Weihegaben präsent, welche vom Bischof an Priester und Diakone weitergeben wird. Die enge Zusammengehörigkeit der Weihestufen drückt sich auch in der Weiheliturgie aus.

Die Weihestufe des Priesters
Priester werden durch die Weihe und die Sendung des Bischofs zu dessen Mitarbeitern im Presbyterium, also der Gemeinschaft der Priester bestellt. Sie haben, wie die Diakone auch, die Aufgabe, in der Liturgie die Geheimnisse des Glaubens zu feiern, das Evangelium zu verkünden und in den Bistümern karitativ tätig zu sein. Sie werden vom Bischof in den Ortsgemeinden des Bistums eingesetzt, beispielsweise als Pfarrer. Die Priesterweihe darf nur der empfangen, der nach dem Urteil des Bischofs geeignet ist. Das Kirchenrecht sieht vor, dass ein Bewerber abgelehnt werden soll, wenn er den Voraussetzungen nicht entspricht.

Die Priesterweihe erfolgt mit einem Pontifikalamt am Samstag, 17.06.2017, 9.00 Uhr im Dom zu Speyer.

Wesentliche Elemente dieses Gottesdienstes und der Weihehandlungen haben wir hier auf dieser Seite aufgelistet und bebildert.

 

Quellen
Texte: Homepage der Erzdiözese München und Freising und www.katholisch.de
Fotos: Pfr. Effler (aus einer Priesterweihe im Dom zu Speyer)


Liturgie ist heiliges Spiel, Dramaturgie.

So könnten wir ganz profan schreiben - die Personen und ihre Darsteller:

Der Bischof
Hirte der Ortskirche, ausgestattet mit der Fülle des Weihesakramentes

Der Regens
verantwortlich für die Ausbildung der Priesteramtskandidaten

Die Kandidaten
am Ende des Theologiestudiums, nach ersten Schritten in der Seelsorge, berufen und bereit

Das gläubige Volk und viel Klerus


Eröffnung, Einführung

Manche kennen noch die Redewendung: "Mein Adsum sprechen". Sie ist Ausdruck einer existentiellen Bereitschaft und Zustimmung. Sie kommt von der Priesterweihe her, denn zu Beginn der Feier des Sakramentes der Weihe – so lautet die liturgische Bezeichnung – stellt der Regens die Kandidaten vor. "Hier bin ich!" (lateinisch: adsum) oder "Ich bin bereit!" Mit dieser Antwort treten sie vor den Bischof. Der erste Ruf erinnert an Samuel im Alten Testament, der Gottes Ruf hörend antworten lernt: "Hier bin ich!" Die zweite Formel interpretiert die erste, die nicht nur ein "Ich bin anwesend" ausdrückt, sondern eine innere Bereitschaft, eine Haltung, ein Ausgerichtetsein auf Gott und seinen Willen. Die Kirche hat die Aufgabe, die Bereitschaft und die Befähigung der einzelnen zu prüfen; das Volk Gottes gibt die Zustimmung, diese Männer zu weihen.

Der Bischof muss diese Prüfung und Zustimmung erfragen.

Vorstellung und Erwählung der Kandidaten

Diakon: "Ich bitte die Kandidaten für die Priesterweihe vor den Bischof zu treten: N.N. (aus N.)"

Jeder antwortet: "Hier bin ich."
Die Antwort kann auch lauten: "Ich bin bereit."

Regens: "Hochwürdiger Vater, die heilige Kirche bittet dich, diese unsere Brüder zu Priestern zu weihen."

Bischof: "Weißt du, ob sie würdig sind?"

Regens: "Das Volk und die Verantwortlichen wurden befragt; ich bezeuge, dass sie für würdig gehalten werden."

Bischof: "Mit dem Beistand unseres Herrn und Gottes Jesus Christus, des Erlösers, erwählen wir diese unsere Brüder zu Priestern."

Alle bekunden ihre Zustimmung mit: "Dank sei Gott, dem Herrn."

Die Eröffnung schließt mit dem Tagesgebet, das formuliert, worum es geht: Gott in seinem Sohn zu verherrlichen.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, du selbst leitest dein Volk durch den Dienst der Priester. Gib den Diakonen, die du heute zu Priestern der Kirche bestellst, die Gnade, deinem Willen treu und gehorsam zu bleiben. Lass sie durch ihr Leben wie durch ihr Amt dich verherrlichen in deinem Sohn Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Wortgottesdienst - Erklärung zur Bereitschaft

Die Bereitschaft, das "Hier bin ich!"/"Ich bin bereit!" aus der Eröffnung wird zunächst konkreter gefasst in den Fragen nach der Bereitschaft.

"Liebe Brüder! Bevor ihr die Priesterweihe empfangt, sollt ihr vor der ganzen Gemeinde bekunden, dass ihr diesen Dienst auf euch nehmen und euer Leben lang erfüllen wollt."

Der Bischof richtet sechs Fragen an die Kandidaten, die sie gemeinsam beantworten.
Alle Fragen beginnen mit "Seid ihr bereit, ...":

"Seid hr bereit, als Mitarbeiter des Bischofs die Gemeinde umsichtig zu leiten?"

"Seid ihr bereit, den Dienst am Wort Gottes getreu zu erfüllen?"

"Seid ihr bereit, die Mysterien Christi (Sakramente) in gläubiger Ehrfurcht zu feiern?"

"Seid ihr bereit, mit dem Bischof im Gebet für die Gemeinde vor Gott zu treten?"

"Seid ihr bereit, den Notleidenden, Armen, Kranken und Heimatlosen beizustehen?"

"Seid ihr bereit, Tag für Tag euch enger an Christus zu binden?"

Diese letzte Frage trifft den Kern. Alles, was vorher versprochen wurde, fußt auf dieser Bereitschaft und verleiht dem ganzen priesterlichen Tun das Fundament.

Danach tritt jeder einzeln vor den Bischof, kniet nieder und verspricht in die Hände des Bischofs ihm und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam.

Nun kommt der emotionale Höhepunkt der Priesterweihe für die mitfeiernden Gläubigen: Die Weihekandidaten liegen ausgestreckt auf dem Boden; die Gemeinde singt währenddessen die Allerheiligenlitanei und erfleht so Gnade und Segen für die zum Priesteramt Erwählten, damit sie ein Segen sein können.
Am Boden liegend hört er die Gemeinde beten. „Was für ein Gefühl, die betende Gemeinde im Rücken!“ sagte ein Primiziant.

stehend - knieend - liegend

Bei den Fragen nach der Bereitschaft stehen die Weihekandidaten. Stehen bedeutet bereit sein zu hören und aufzubrechen.

Das Hinlegen bremst das Aufbrechen, verzögert es und ruft entschieden ins Bewusstsein: Ich werde unterwegs sein als dienender, ja als sündiger, bittender, demütiger Mensch und als einer, dem gleichzeitig bewusst sein darf, von Gott reich beschenkt zu sein.

Aufrecht seine Bereitschaft erklären, dann kniend vor dem Bischof sich als Mitarbeiter verpflichten lassen, im Liegen seine eigene Schwachheit aushalten, getragen werden vom Gebet und dann aufstehen, vor den Bischof treten, sich hinknien und schweigend dessen weihende Hände spüren – ein sehr dichter Moment. Anschließend legen auch die anwesenden Priester den Weihekandidaten die Hände auf.

Gebet des Bischofs

Der Bischof breitet die Hände aus und singt oder spricht, während die Weihekandidaten vor ihm knien, das Weihegebet.

Bischof: "Wir preisen dich, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, und rufen deinen Namen an: Steh uns bei, du Ursprung aller menschlichen Würde, du Quell aller Gnaden. Alles, was du geschaffen hast, gedeiht allein durch dich und bleibt durch dein Wirken erhalten. Um dir ein priesterliches Volk zu bereiten, erwählst du in der Kraft des Heiligen Geistes Diener deines Sohnes Jesus Christus und ordnest ihren Dienst in den geistlichen Ämtern.

Im Alten Bund schon hast du Ämter und Dienste in heiligen Zeichen entfaltet: Mose und Aaron hast du bestellt, dein Volk zu leiten und zu heiligen. Zu ihrer Hilfe beim gemeinsamen Werk hast du Männer eines weiteren Dienstes und Amtes berufen.

Auf dem Zug durch die Wüste hast du den siebzig Ältesten vom Geist des Mose mitgeteilt, so dass er dein Volk mit ihrer Hilfe leichter zu führen vermochte. Den Söhnen Aarons hast du Anteil gegeben am hohen Amt ihres Vaters, damit die Zahl der Priester des Alten Bundes genügte für die Opfer im heiligen Zelt, die nur Schatten und Vorausbild waren des kommenden Heiles.

In der Fülle der Zeit hast du, heiliger Vater, deinen Sohn in die Welt gesandt, Jesus, deinen Apostel und Hohenpriester, zu dem wir uns alle bekennen. Er hat sich dir dargebracht im Heiligen Geist als makelloses Opfer.

Seine Apostel hat er durch die Wahrheit geheiligt und ihnen Anteil geschenkt an seiner eigenen Sendung. Ihnen hast du Gefährten zugesellt, die auf dem ganzen Erdkreis das Werk deines Heiles verkünden und vollziehen.

So bitten wir dich, Herr, unser Gott, schenke auch uns Bischöfen solche Gefährten und Helfer, deren wir bedürfen in unserem apostolischen und priesterlichen Dienste.

Allmächtiger Vater, wir bitten dich, gib diesen deinen Dienern die Würde des Priestertums. Erneuere in ihnen den Geist der Heiligkeit. Das Amt, das sie aus deiner Hand, o Gott, empfangen, die Teilhabe am Priesterdienst, sei ihr Anteil für immer. So sei ihr Leben für alle Vorbild und Richtschnur.

Uns Bischöfen seien sie zuverlässige Helfer. In der Gnade des Heiligen Geistes bringe das Wort der Frohen Botschaft durch ihre Verkündigung reiche Frucht in den Herzen der Menschen, und es gelange bis an die Enden der Erde.

Mit uns seien sie treue Verwalter deiner heiligen Mysterien: So wird dein Volk durch das Bad der Wiedergeburt erneuert, so wird es genährt an deinem Altar; so werden die Sünder versöhnt, so werden die Kranken gesalbt zu ihrer Heilung.

Mit uns Bischöfen vereint, erflehen diese Priester, Herr, dein Erbarmen für die ihnen anvertrauten Gemeinden und für alle Menschen auf Erden. So werden die vielen Völker in Christus vereint; sie wachsen zusammen zu einem einzigen Volk und werden vollendet in deinem ewigen Reiche.

Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit."

Alle: "Amen."

Anlegen des Gewandes

Während die priesterlichen Gewänder angelegt werden, preist ein Psalm (z.B. Ps 110) den priesterlichen König, in dessen Dienst die Neugeweihten treten und dafür eingekleidet werden. Das Ankleiden vor jeder Eucharistiefeier erinnert sie daran. Denn der Herr ist es, der uns kleidet "in Gewänder des Heils" (Jes 61,10).

Salbung der Handflächen

"Schön und groß ist die Sprache der Hand. Von ihr sagt die Kirche, Gott habe sie uns gegeben, dass wir die Seele darin tragen. Halte die Hände recht und sorge, dass dein Inneres mit dem Äußeren in Wahrhaftigkeit übereinstimme!" (Romano Guardini).

Die Salbung der Handflächen mit Chrisam ist verbunden mit der Bitte um Stärkung für den Dienst am Volk Gottes und heilsam an ihm zu handeln.

Bischof: "Unser Herr Jesus Christus, den der Vater mit dem Heiligen Geist und mit Kraft gesalbt hat, behüte dich. Er stärke dich in deinem Dienst, das Volk Gottes zu heiligen und Gott das Opfer darzubringen."

Gabenbereitung

Das Brot auf der Hostienschale und den Wein im Kelch nimmt der Diakon aus den Händen der Gemeinde entgegen, reicht beides weiter an den Bischof, der die Gaben des Volkes dem Neupriester überreicht.

Bischof: "Empfange die Gaben des Volkes für die Feier des Opfers. Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes."

Umarmung durch den Bischof - Friedensgruß

Die Umarmung durch den Bischof und der Friedensgruß leiten über zur Eucharistiefeier, die in der Präfation die Weite des priesterlichen Dienstes feierlich besingt und mit der die Kirche für die Berufungen dankt.

Präfation

Bischof: "In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Deinen eingeborenen Sohn hast du gesalbt mit dem Heiligen Geist und ihn bestellt zum Hohenpriester des Neuen und Ewigen Bundes. Du hast bestimmt, dass sein einzigartiges Priestertum fortlebe in deiner Kirche. Denn Christus hat dein ganzes Volk ausgezeichnet mit der Würde seines königlichen Priestertums; aus ihm wählt er in Liebe zu den Seinen Menschen aus, die durch Auflegung der Hände teilhaben an seinem heiligen Dienste.

In seinem Namen feiern sie immer neu das Opfer, durch das er die Menschen erlöst hat, und bereiten deinen Kindern das österliche Gastmahl. Deinem Volk sollen sie dienen in Werken der Liebe, es nähren durch das Wort und ihm Kraft geben durch die Sakramente. Ihr Leben sollen sie einsetzen für dich und das Heil der Menschen, dem Vorbild Christi folgen und dir ihren Glauben und ihre Liebe in Treue bezeugen.

Darum preisen wir dich mit allen Engeln und Heiligen und singen vereint mit ihnen das Lob deiner Herrlichkeit:"

Heilig, heilig, heilig

Dank- und Schlussgebet

Bischof: "Herr, unser Gott, die heilige Gabe, die wir dargebracht und empfangen haben, schenke deinen Priestern und allen Gläubigen dein göttliches Leben, damit sie mit dir verbunden bleiben und treu sind in deinem Dienst. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn."

Eine große Bitte mit einfachen, demütigen Worten spricht der Bischof im Schlussgebet aus:
"Schenke deinen Priestern und allen Gläubigen dein göttliches Leben."
Dieses Geschenk Gottes ist erlebbar geworden in dieser Feier und wird nochmal spürbar: Die Neugeweihten treten vor die Mitfeiernden und segnen sie. Sie wenden sich den Menschen zu, zu denen sie gesandt sind. Diese Hinwendung zu den Menschen wird ihren Alltag bestimmen. Sie tun es, um das, was sie erhalten haben, nicht für sich zu behalten, sondern weiterfließen zu lassen und frei zu geben.

Primizsegen

Der Primizsegen löst die Spannung dieser Feier auf hin zu einem großen, bewegenden Lobpreis und wird zum Vorzeichen für das seelsorgerliche Wirken im Alltag für Priester und Gläubige: ein Segen sein und Segen bringen in der Welt.

Die Neupriester breiten die Hände aus und singen oder sprechen: "Gott segne euch durch den ewigen Hohenpriester Jesus Christus; er schenke euch die Gnade, ihn zu erkennen und zu lieben."

Alle: "Amen."

"Er heilige euch durch die Wahrheit und lasse euch eins sein in der Liebe, damit ihr seine Herrlichkeit schauen dürft."

Alle: "Amen."

"Er bewahre euch und behüte euch vor dem Bösen, damit keiner von euch verloren geht."

Alle: "Amen."

"Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist."

Alle: "Amen."

Auszug

Feierlicher Auszug des liturgischen Dienstes im Dom zu Speyer.

Empfang nach der Priesterweihe

Nach dem Weihegottesdienst lädt das Bistum alle Gottesdienstbesucher zu einem Empfang in das Bischöfliche Priesterseminar St. German, Am Germansberg 60 in Speyer ein.

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