Geburtstag der Kirche und der Gemeinschaft gefeiert

Ökumenischer Gottesdienst am Mittellacher Weiher erinnerte an die Bedeutung von Pfingsten

"Wir feiern heute den Geburtstag der Kirche," erinnerte Pfarrer i.R. Michael Erlenwein zu Beginn des Ökumenischen Gottesdienstes an Pfingstmontag, der in guter Tradition dank des guten Wetters wieder am Mittellacher Weiher an der Dudenhofener Straße gefeiert werden konnte. Vorbereitet und mitgestaltet wurde er außerdem von Pfarrer Albrecht Effler und vom Ökumeneausschuss (Maria Meinhardt, Jürgen Reimer, Anette Schneider-Vollmann und Dr. Reinhild Trapp). Die musikalische Umrahmung hatten Mitglieder des Posaunenchors des CVJM unter Leitung von Björn Bein und Jürgen Reimer am Keyboard übernommen.

In einem Anspiel des Ökumeneausschusses ging es um die Frage, was denn an den Pfingstfeiertagen so unternommen werde. Dabei hieß es unter anderem: "Wir machen Kurzurlaub zum Erholen", "Wir helfen unserer Tochter beim Umzug", "Wir nehmen an einem Tennisturnier teil", "Wir haben Konzertkarten in Hamburg", "Unsere Kinder sind mit ihrer Jugendgruppe beim Zeltlager, so dass wir die freie Zeit für uns genießen".
Denn die Bedeutung von Pfingsten war ihnen nicht bewusst. Nur die Fragende erzählte, dass sie hier am Weiher Geburtstag feiere, nämlich das Pfingstfest, den Geburtstag der Kirche und der Gemeinschaft. Und um es wie ein Geburtstagsfest aussehen zu lassen, wurden dazu einige Luftballone aufgeblasen und Luftschlangen verteilt. Als Zugabe gabs noch das Geburtstagslied "Viel Glück und viel Segen" und natürlich ein Geschenk, das die Kinder auspacken durften. Heraus kam ein Banner für die Ökumene Schifferstadt "Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe – Gemeinsam Kirche gestalten". Damit kann nun Flagge gezeigt werden, wenn man ökumenisch unterwegs ist.

"Sind solche Dialoge, wie wir sie gerade gehört haben, bekannt? Was ist das Pfingstfest, was sind die Pfingstfeiertage für uns?", fragte Pfarrer i.R. Michael Erlenwein in seiner Predigt die zahlreichen Gottesdienstbesucherinnen und -besucher, darunter auch Pfarrer Stefan Mühl, Pfarrer Thomas Jakubowski, Behindertenbeauftragter des Rhein-Pfalz-Kreises und der 1. Beigeordnete der Stadt, Patrick Poss. Sie alle jedenfalls wüssten, um was es ginge, sonst wären sie nicht zum Mitfeiern gekommen. Auch wenn sie über Pfingsten noch etwas anderes geplant hätten, sei der Gottesdienst für sie wichtig gewesen.

Er bezeichnete Pfingsten als ein Fest, das in der Verankerung leider am Unbekanntesten sei. "Dabei ist die korrekte Reihenfolge unserer Hochfeste Ostern – Pfingsten – Weihnachten" und fügte hinzu: "An Pfingsten, 50 Tage nach Ostern, war der erste Auftritt der Jünger in der Öffentlichkeit, die von den Wundertaten Gottes erzählten", so Pfarrer i.R. Michael Erlenwein. Dazu habe ein "Brausen vom Himmel" ertönt und damit den Heiligen Geist empfangen hätten, so dass sie jeder und jede in seiner und ihrer Sprache hätte verstehen können. Da sei die Kirche geboren worden, denn da habe alles angefangen. Auch wenn die Kirche oftmals mit einem "Rollator" unterwegs sei und es "Physiotherapie" brauche, um sich zu erneuern, bekäme sie wieder an jedem "Geburtstag" neue Kraft, nannte er als symbolisches Beispiel. Deshalb solle das Thema "Wir feiern Geburtstag" in diesem Jahr bei allen Gemeindefesten in den ökumenischen Gottesdiensten ebenfalls aufgegriffen und weitergeführt werden. Dazu forderte er alle auf, zu den Fragen "Was wünsche ich unserer Kirche?" und "Welches Geschenk bringe ich unserer Kirche?" aufzuschreiben, sie über www.pfarrei-schifferstadt.de/geburtstag mitzuteilen oder in die Geschenkboxen der Kirchen einzuwerfen, die ebenfalls bei den Gemeindefesten aufgenommen werden.

Nach dem ökumenischen Gottesdienst wurde das Angebot, sich das mitgebrachte Mittagessen auf dem Grill in der Grillhütte zuzubereiten, gut angenommen, um es sich in geselliger Runde in der Natur schmecken sowie den ökumenischen Gottesdienst nachklingen zu lassen.

Bericht: Inge Schade für das Schifferstadter Tagblatt