Konzert "Musik verbindet" zog das Publikum in seinen Bann
Stehende Ovationen und langanhaltender Applaus für die Gruppe Grenzenlos
Was wohl ein Wunsch jeden Pfarrers ist, gelang der Gruppe Grenzenlos in ihrem Konzert unter dem Motto "Musik verbindet" am Sonntag, 18. Januar: eine bis auf den letzten Platz besetzte Kirche. Schon lange vor Konzertbeginn fanden sich die ersten Besucherinnen und Besucher in St. Laurentius ein, um einen guten Platz für das mit Spannung erwartete musikalische Ereignis zu bekommen. Die Freude über die überwältigende Resonanz war dann auch bei Chorleiterin Bettina Oster in ihrer Begrüßung anzusehen. Denn schließlich war es für sie das erste Konzert mit der Gruppe Grenzenlos, die sie seit August 2024 leitet, und damit eine phantastische Premiere.
"Musik verbindet über Grenzen", ging sie dabei auf das Motto ein. Musik sei eine Sprache, die keine Übersetzung brauche, die Freude, Glaube und Lebensgeschichten teile, aber auch eine Art der Begegnung, der Freude und des Trostes. Ganz besonders freue sie sich, dass seit ihrer Chorleitertätigkeit in Schifferstadt die Gruppe Grenzenlos stark angewachsen sei und auch inzwischen 5 Sängerinnen und Sänger aus der Ukraine im Chor mitwirkten, was die völkerverbindende Macht der Musik bestätigte.
Angekündigt waren im Vorfeld weihnachtliche Stücke, bewegende Gospels und Melodien aus der Welt des Films – dargeboten mit Herz, Hingabe und ansteckender Freude am gemeinsamen Musizieren, um das Publikum zu begeistern und zu berühren. Das ist der Gruppe Grenzenlos absolut gelungen.
Der erste Teil des Konzertes war mit Blick auf Weihnachten gerichtet, denn traditionell endet die Weihnachtszeit mit dem Hochfest Mariä Lichtmess am 2. Februar (liturgisch am Sonntag nach dem 6. Januar).
Dabei wurde von den Chormitgliedern Lisa Bund, Stefan Espig und Kerris Klug die Weihnachtsgeschichte "Eine musikalische Reise", die "Wondrous Story", von Nancy Price und Don Besig, erzählt, umrahmt von Liedern, wie "Es ist ein Ros entsprungen", "Nun freut Euch, Ihr Christen" und modernen Arrangements, welche die biblischen Verse berührend lebendig machten, atmosphärisch untermalten und für Gänsehaut-Momente sorgten. Schon damit wurden die musikalischen Weichen für das hohe Niveau dieses Konzertes gestellt. Die Sängerinnen und Sänger überzeugten mit großer Flexibilität, vermittelten ihre spürbare Freude am Gesang, den sie mit großer Leichtigkeit darboten, sprühten voll Energie und sangen aus dem Glauben heraus. Astrein waren ebenso ihre exakten Abschlüsse und auch Staccato-Einsätze bewältigten sie mit großer Souveränität.
Überall hatte Bettina Oster gute Vorarbeit geleistet, die ihren Chor mit großer Empathie und Feinfühligkeit leitete und auch ihre Verbundenheit mit den Sängerinnen und Sängern ausstrahlte. Mitreißend waren beispielsweise die Interpretationen der Gospel-Songs "Hail Holy Queen" und "I Will Follow Him" aus dem Film "Sister Act", in dem die choreigene Sängerin Andrea Schäffner solistisch beeindruckte. Schwungvoll und geradezu "leuchtend" erklang der Pop-Gospel "Shine Down". Emotionale Wirkung hatte der Gospel "Herr, in deinem Haus".
Wunderschön auch die Darbietung des "Agnus Dei" des Norwegers Tore W. Aas, in dem die choreigene Sängerin Angelika Nießner und Gastsänger Hubert Beck solistisch herausragten. Letztgenannter begeisterte weiterhin in dem mit dem Chor gemeinsam gesungenen Gospel-Pop-Song "Put Your Hand In The Hand" mit seiner tollen souligen Stimme, wobei er auch im Gospel "Der Segen" gefiel. Ebenso setzten die choreigenen Sänger Christian Matthes und Albrecht Kolb bei dem Pop-Song "Make my day" besondere Akzente.
Bewegend bot der Chor die Pop-Ballade "You Raise Me Up" und den wunderschönen Hymnus "Ubi Caritas" dar. Sehr melodisch erklang der moderne Choral "All Things Bright an Beautiful" (Alle Dinge dieser Welt) von John Rutter, dessen Musik sich durch harmonische Klarheit auszeichnet.
Schwungvoll endete das Konzert mit dem Gospel "Come, let us sing – to the Lord" ("Komm, lass uns singen - zu Gott"), verbunden mit der Einladung, Sängerin oder Sänger bei der Gruppe "Grenzenlos" zu werden.
Exzellente Instrumentalbegleiter waren Christoph Janz (Keyboard), Jochen Handrich (Saxophon), Kerris Klug (Querflöte), Leon Oster (Drums und Percussion) und Klaus Hellmann (Gitarre). Für perfektes Licht und Ton sorgte Heiko Rusnak.
Stehende Ovationen und langanhaltender Beifall zollten die Konzertbesucherinnen und -besucher allen Ausführenden, die sich wiederum mit der schwungvollen Wiederholung des Gospel-Pop-Song "Put Your Hand In The Hand" bedankten.
Im Anschluss hatte der Chor noch zu einem Umtrunk in den Vorraum der St. Laurentiuskirche eingeladen.
Bericht: Inge Schade für das Schifferstadter Tagblatt




































