Mittwoch, 24. Dezember 2025
Friedenslicht aus Bethlehem: "Ein Funke Mut"
Das Friedenslicht kann in den kath. Kirchen der Pfarrei abgeholt werden.
Über 1.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder feierten gemeinsam am Sonntag, 3. Advent, in einem ökumenischen Gottesdienst in der Gedächtniskirche in Speyer die Aussendung des Friedenslichtes aus Betlehem. Das Friedenslicht wird im Bistum Speyer alljährlich als ökumenisches Gemeinschaftsprojekt von der Deutschen Pfadfinder*innenschaft St. Georg (DPSG), dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) Rheinland-Pfalz/Saar sowie dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) in Linz abgeholt und in die Domstadt gebracht, um es dort zu verteilen.
In Speyer wurde das Licht von Mitgliedern unserer Pfarrei abgeholt und im Taizé-Gebet in der Kapelle der Kirche Herz Jesu feierlich empfangen und an die Betenden verteilt. Im Anschluss an das Taizé-Gebet kamen zahlreiche Menschen auf den Vorplatz der Kirche, um das Licht für ihre Familien und Häuser abzuholen.
Über die Weihnachtsfesttage brennt das Friedenslicht in Laternen unserer Kirchen. Nach den Weihnachtsgottesdiensten oder zu den Öffnungszeiten der Kirchen können Sie gerne Ihre eigene Laterne entzünden und so das Friedenslicht mit nach Hause nehmen.
Unter dem Motto "Ein Funke Mut" bot die bunt gefüllte Kirche den Rahmen für Gebete, Musik und Gedanken, die Mut machten und Hoffnung spendeten – gerade in einer Zeit, in der Konflikte und Unsicherheiten viele Menschen bewegen. Das Friedenslicht erinnert daran, dass Frieden im Kleinen beginnt: bei jedem einzelnen Menschen und in jeder Gemeinschaft. Durch eine Menschenkette um die Gedächtniskirche herum wurde dies besonders deutlich gemacht. "Wir möchten mit dieser Geste zeigen, dass Frieden Zusammenhalt braucht und diese Botschaft nach außen tragen", erklärt Simone Eisenlohr, Mitglied der Aktionsgruppe. "Beim Friedenslicht entsteht ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühl und es wird spürbar, wie viele Menschen sich für ein friedliches Miteinander stark machen wollen." Mit der Unterstützung der Feuerwehr Speyer konnte dieses Ereignis aus der Höhe fotografiert und festgehalten werden.
Ein Funkte Mut - das kann der Anfang von etwas Großem sein. In einer Welt, die oft von Unsicherheit und Angst geprägt ist, brauchen wir Menschen, die mutig vorangehen. Ein Funke Mut bedeutet, für den Frieden einzustehen, auch wenn der Weg dorthin schwer ist. Es heißt, hinzuschauen und zu handeln - mit kleinen Gesten, die Großes bewirken können.
"Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst."
Dieses Zitat von Ambrose Redmoon erinnert uns daran, dass Mut nicht laut und heldenhaft sein muss. Es beginnt oft im Kleinen - im Alltag, im Miteinander, in einem Moment der Entscheidung. Ein freundliches Wort, ein offenes Ohr, ein klares "Nein" zur Ungerechtigkeit - all das sind Funken, die leuchten und Wärme schenken.
Ein Funke Mut kann der Anfang sein, unsere Demokratie zu schützen, Hoffnung zu geben, Verantwortung zu übernehmen. Mut bedeutet auch, nicht allein zu bleiben, sondern andere mit dem Licht zu erreichen, das wir in uns tragen.
"Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt." (Robert Baden-Powell).
Mit diesem Grundgedanken tragen wir das Friedenslicht weiter - als Zeichen dafür, dass wir an eine friedliche, gerechte und menschliche Welt glauben. Jeder Funke zählt. Jede*r von uns kann dazu beitragen, dass aus einem kleinen Licht ein strahlendes Feuer wird - für unsere Gesellschaft, unsere Zukunft und für ein Leuchten in der Dunkelheit.
Lasst uns gemeinsam den Mut finden, diesen Funken weiterzugeben.
Das Friedenslicht ist eine Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF). In Deutschland wird das Licht als Gemeinschaftsaktion der Ringverbände der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Deutschlands (rdp) und des Verbandes Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) seit 1986 weitergeben. Mehr Informationen unter www.friedenslicht.de












