Erste Wort-Gottes-Feier der Pfarrei wurde gut angenommen
"Wer als Christ lebt, wird das ewige Leben in Gott finden"
"Im Namen des Pastoralteams, Lektor Johannes Gütter und Karl-Heinz Nagel begrüße ich Sie sehr herzlich zu unserer ersten Wort-Gottes-Feier", so die Worte von Britta Schmidt am Samstag, 29. August, in der St. Laurentiuskirche. Damit begann an diesem Abend eine neue Gottesdienstform in der Pfarrei Heilige Edith Stein. Denn Britta Schmidt und Karl-Heinz Nagel wurden nach erfolgreicher Ausbildung zu Leitern von Wort-Gottes-Feiern beauftragt (hier unser Bericht zur Beauftragung). Und allem Anschein nach wird diese neue Form gut angenommen, denn die Anzahl der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher war in etwa die Gleiche als bei den bisher stattgefundenen Vorabendgottesdiensten.
Die Auslegung aus dem Matthäus-Evangelium (Mt 16, 21-27) hatte Britta Schmidt übernommen. "Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?" zitierte sie daraus. Diese Aussage sei eine große Herausforderung, die zunächst widersprüchlich und gegensätzlich in der Begrifflichkeit erscheine und bringe dazu, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen, weil die Realität manchmal vielschichtiger sei als eine reine Entweder-Oder-Logik. Der Kerngedanke sei, dass es nichts nütze, alles im Leben zu versichern und abzusichern, nur nach Wohlstand zu streben, alle Eventualitäten zu bedenken und alles Materielle als die wichtigste lebensnotwendige Basis zu sehen. Das Leben könne man zwar mit einer Lebensversicherung "absichern oder versichern", allerdings nütze es wenig, wenn man beispielsweise früh verstirbt und das Rentenalter erst gar nicht erreiche.
Musikalisch gestaltet wurde die Wort-Gottes-Feier von Rudi Hoffmann (Orgel) und Pirmin Funk (Gesang); die Messdiener hatten das Vortragen der Fürbitten übernommen.
"Wir alle wurden ins Leben geboren, durch Gottes Wille in die Welt hineingeboren", so Britta Schmidt. Das Leben schreite voran und mit ihm die Zeit, der Wandel, die Alterung, die Krankheit und letzten Endes auch der Tod. Menschliches Leben sei vergänglich und somit endlich. Dieser Wahrheit müsse man sich stellen. "Die Seele eines Menschen ist immateriell und unsterblich. Sie überdauert den Tod des Körpers und ist zur Auferstehung bestimmt", erläuterte sie. Über die Seele bzw. den Geist sei der Mensch fähig, Gott zu erkennen, zu lieben und in Gemeinschaft mit ihm zu leben. Das Leben mit Gott sei die einzige Investition von ewiger Dauer, kostenfrei und ohne versteckte Gebühren. "Der wahre und tiefe Sinn des menschlichen Lebens ist und bleibe für die Christen die Verbundenheit mit Jesus Christus. Dazu ist es unabdingbar, sein eigenes Kreuz auf sich zu nehmen und als Christ wahrhaft zu leben", betonte sie. Auch sie habe dies in ihrem Leben erfahren müssen in Bezug auf ihren Glauben. So habe es in ihrer Beziehung sehr unterschiedliche Standpunkte darüber gegeben. Eine Glaubens-Diskrepanz führe nicht selten zu Eheproblemen bis hin zur Entscheidung, ob der Glaube an Jesus Christus oder die Zeit mit dem Partner und Familie wichtiger sei. Der eigene Glaube könne zum Kreuz innerhalb der Ehe werden. Dieses Kreuz auf sich zu nehmen, auszuhalten und weiter zu tragen, obwohl es in der Beziehung und Ehe krisle, sei schwer, aber wahrhaftig. "Christsein und als Christ zu leben – nur dadurch finden wir das ewige Leben in Gott", hob Britta Schmidt abschließend hervor.
Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher bedankten sich am Ende bei Britta Schmidt und Karl-Heinz Nagel und allen weiteren Ausführenden für diese Wort-Gottes-Feier mit einem langanhaltendem Applaus. Beim nachfolgenden Umtrunk auf dem Kirchenvorplatz äußerten sie sich dann auch sehr begeistert über diese neue Form. "Es war super". "Ich bin begeistert". "Es war sehr feierlich". "Es ist schön, dass es diese neue Form der Wort-Gottes-Feier nun gibt", "damit ist es in unserer Pfarrei noch vielfältiger geworden", waren nur einige Kommentare, die geäußert wurden.
Bericht und Bilder: Inge Schade für das Schifferstadter Tagblatt

Die nächste Wort-Gottes-Feier wird am Samstag, 28. November, am Vorabend des 1. Advents, 18 Uhr, in der St. Laurentiuskirche (Jägerstr. 14) sein. Dann wird Karl-Heinz Nagel die Auslegung eines Evangeliums übernehmen.
Wort-Gottes-Feiern sind bis auf Weiteres immer am Vorabend (Vorabendgottesdienst) zum 5. Sonntag des Monats in der Kirche St. Laurentius.






