Dank und gute Wünsche an Pfarrer Albrecht Effler
Grußworte bei seiner Verabschiedung bestätigten die Beliebtheit des Seelsorgers
Im Rahmen des Festgottesdienstes anlässlich des Gemeindefestes in Herz Jesu am Sonntag, 16. August, fand die offizielle Verabschiedung von Pfarrer Albrecht Effler statt. Im Anschluss daran gab es Gelegenheit, persönliche Worte an ihn zu richten.
Der 1. Vorsitzende des Pfarreirates, Jürgen Reimer, eröffnete den Reigen und unterlegte seine Ansprache mit Zitaten von Eugen Roth, auf die Pfarrer Albrecht Effler in der Vergangenheit auch gerne zurück gegriffen hat, wie beispielsweise "Ein Mensch, der schon als kleiner Christ, weiß, wozu er geschaffen ist: Um Gott zu dienen hier auf Erden. Und ewig selig einst zu werden...“ Es sei schwierig, Gott zu dienen und kein einfaches Ziel. Das sei jedem bewusst. "Aber eines ist gewiss: Dieses Ziel haben Sie in all Ihren Priesterjahren nie verloren. Engagiert, überzeugend, manchmal visionär, sprechen Sie von unserer Kirche, vom Volk Gottes, der Zuversicht, vom Kommen des Reiches", hob Jürgen Reimer hervor.
So habe man ihn erleben und schätzen gelernt, in Gottesdiensten, in Gremiensitzungen, in Diskussionen um den richtigen Weg, im persönlichen Gespräch, bei dem einen oder auch dem übernächsten Gläschen Wein – teils zu später Stunde. "Und wenn ich sage von unserer Kirche, dann meine ich nicht die Kirchenstruktur mit all ihren Auswüchsen und Reformen. Dass Sie hierzu eine durchaus kritische Meinung haben, wissen vermutlich viele", so der Pfarreiratsvorsitzende. Er sei kein Pfarrer, der stur auf seine Position, seinen Standpunkt beharrte, in manchen Punkten zwar konsequent, aber dennoch immer auch zugänglich für andere Ansichten. Auch wenn er nicht der typischen Generation des Zweiten Vatikanischen Konzils in den 60er Jahren angehöre. Sein Priesteramt habe er dennoch danach gelebt und in den Gemeinden vertreten, synodal, partnerschaftlich, auf Augenhöhe. "Mit vielen guten Ideen haben Sie im Liturgieausschuss mitgewirkt und auch die Ökumene sowie das Verhältnis zur Protestantischen Kirchengemeinde war Ihnen immer sehr wichtig", wandte er sich an den Pfarrer. Er sei aber auch ein Menschenfreund mit offenen Ohren für die Anliegen der Menschen gleich welchen Alters. Sei es bei der Firmvorbereitung, im Schuldienst bis hin zu den Seniorinnen und Senioren der Gemeinden. Dafür werde er von vielen geschätzt, als Pfarrer und Mensch.
Bürgermeisterin Ilona Volk bezeichnete es als eine große Ehre und Freude, zu Pfarrer Albrecht Elffer sprechen zu dürfen. Es ist und bleibe für sie etwas ganze Besonderes, in einem Gotteshaus zu reden. Es sei gut, dass es kein endgültiger Abschied sei, sondern er der Pfarrei als Vertretung erhalten bleibe. "Ich persönlich schätze Ihre offene, herzliche und auch Ihre humorvolle Art sehr. Mit Ihnen kann man über alles reden, auch über kritische Themen. Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber man kann miteinander sprechen, zuhören und sich respektvoll begegnen", sagte sie zu ihm. Dafür dankte sie ihm im Namen der Stadt, aber auch ganz persönlich und wünschte ihm für den neuen Lebensabschnitt alles erdenklich Gute.
Für die Kindertagesstätten sprachen Ina Raschke (Leiterin Herz Jesu), Sandra Bosbach (stellvertretende Leiterin St. Konrad) und Melanie Magin (Erzieherin St. Jakobus). Sie bezeichneten Pfarrer Albrecht Effler als ein treuer und gern gesehener Teil der Kita-Gemeinschaft. Auch bei ihren Festen sei er ein treuer Gast gewesen, der mit seiner Herzlichkeit und Ruhe immer eine ganze besondere Atmosphäre mitgebracht habe. Ein ganz besonderes Highlight sei für die Kinder seine jährlichen Auftritte als Bischof Nikolaus gewesen, die er mit viel Liebe und Würde ausgefüllt habe. Auch seine Wortgottesdienste zu den verschiedenen Festen im Kirchenjahr werde ihnen allen in lebendiger Erinnerung bleiben. Mit Einfühlungsvermögen und einer wunderbaren kindgerechten Sprache habe er es geschafft, den Glauben für die Kinder greifbar und lebendig zu machen. "Sie werden in unseren Kitas eine große Lücke hinterlassen, aber in unseren Gedanken und Herzen behalten Sie immer einen festen Platz", sagten sie übereinstimmend zu ihm. Einige Kinder der Kitas überraschten ihn dann mit einem herzerfrischenden Tanz zu dem Lied "Wir haben heute gute Laune", bei dem er spontan mitmachte.
"Ich habe Sie kennengelernt als Pfarrer mit Leib und Seele, der richtig sprüht vor Tatendrang", meinte Klaus Thomas, 1. Vorsitzender des Chors der Herz Jesu Kirche. Er sei immer ein gern gesehener Gast gewesen, der auch ihre Adventsfeiern mit dem Besuch als Bischof Nikolaus bereichert habe. Auch habe man mit ihm gute Gespräche führen können, auch manchmal kontrovers. Er sei als "Pälzer Bu" aufgeschlossen für vieles, hilfsbereit und gesellig. Ein Mann, der auch anpacken könne, wenn helfende Hände gebraucht worden seien, wie beispielsweise bei ihrem Gemeindefest. Für seinen Terminplan hatte er bereits einen Eintrag parat, denn es wäre ihm und dem Chor eine Freude, ihn am Sonntag, 18. Oktober, 16 Uhr, in der St. Laurentiuskirche beim Konzert "Himmlische Musik" mit dem Chor der Herz Jesu Kirche und dem Schifferstadter Männerchor begrüßen zu dürfen.
"Mit unserer Musik konnten wir Ihnen immer wieder Freude bereiten, was ganz in unserem Sinne war", sagte Andrea Schäffner von der Gruppe "Grenzenlos" zu Pfarrer Albrecht Effler. Sie würden sich freuen, wenn er sie in guter Erinnerung behalte und gerne an die schönen gemeinsamen Gottesdienste zurück denke, aber auch bei einem der nächsten Auftritte ihr Gast sein würde. Einen herzlichen Gruß übermittelte sie auch von seinen Kolpinggeschwistern und Familienrat. Ein Abschied sei es aber nicht, denn er werde weiterhin im Kolping-Familienrat und Präses bleiben, wie bereits in den vergangenen zehn Jahren.
Anschließend hatte Pfarrer Albrecht Effler zu einem Umtrunk in die Kapelle bzw. Kirche eingeladen, bevor auf dem Gemeindefest Herz Jesu weitergefeiert wurde.
Text und z.T. Bilder: Inge Schade für das Schifferstadter Tagblatt
"Es ist für mich ein Privileg, hier zu sprechen", meinte Pfarrer MaikWeidemann von der Protestantischen Kirchengemeinde. Heute sei die Ökumene zum Glück kein Fremdwort mehr, sondern zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Es gehe immer um die gemeinsame Sache und was verbinde. Er denke gerne an so manche Begegnung zurück wie beispielsweise bei gemeinsamen Gottesdiensten und Ausflügen. 43 Jahre als Priester tätig zu sein, sei eine enorm lange Zeit. Aber man merke Pfarrer Albrecht Effler an, dass er Lust habe, noch weiter in Gottes Reich tätig zu sein, als ein Pfarrer, der noch so viel zu sagen habe, aber in seinem Ruhestand das Recht, "nein" und von ganzem Herzen "ja" sagen zu dürfen, für solche Dinge, für die sein Herz schlage.































