Gott ist die Perspektive des Lebens

In festlichen Osternachtgottesdiensten den Sieg über den Tod gefeiert

In drei festlich gestalteten Osternachtfeiern  gedachten viele Christinnen und Christen der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden seit Gründonnerstag dem Leiden, Tod und der Auferstehung des Herrn. Diese Feierlichkeiten bilden als österliches Triduum den Höhepunkt eines Kirchenjahres. Denn die Botschaft vom Kreuz und der Auferstehung ist das Fundament des Glaubens.

Voraus gingen in den Gemeinden St. Jakobus und St. Laurentius jeweils eine Lichtfeier auf dem Vorplatz der Kirchen, in denen am Osterfeuer die Osterkerzen entzündet und danach in die Kirchen hineingetragen wurden.
"Heute Nacht feiern wir, dass der Tod nicht der letzte Wort hat", hob Pfarrer Albrecht Effler zu Beginn der Lichtfeier auf dem Vorplatz der St. Jakobuskirche hervor. "Die Gedanken und Sorgen gehen auf in dem Licht der Auferstehung. Heute wird aus dem Kreuz das leuchtende Feuer der Osterkerze, das Zeichen des Sieges über den Tod", fügte er hinzu. Als wichtigste Kerze vertreibe sie das Dunkel der Herzen (hier stellen wir die Osterkerzen der Gemeinden St. Jakobus und Herz Jesu vor).

"Die Osternachtfeier ist der ursprüngliche Ort der Taufe", sagte er zu Beginn seiner Osterpredigt. Außer dem Wasser sei dabei das weiße Taufkleid ein äußeres Zeichen, um das reine Gewand der Unschuld und als Ausdruck der neuen Schöpfung. "Das weiße Kleid soll dir ein Zeichen dafür sein, dass du Christus angezogen hast", heißt es bei der Übergabe des Taufkleides. Denn der Täufling schlüpfe dabei in eine neue Aufgabe und Rolle, nämlich als Christ zu leben nach den Gedanken und der Botschaft von Jesus und dabei die Welt aus der Perspektive von Jesus zu sehen, als Schöpfung Gottes. Es gelte aber auch, über das Irdische hinaus zu sehen. "Alles, was wir tun, hat mit Gott zu tun, mit dem wir in Beziehung stehen. Und heute Nacht feiern wir ihn besonders, denn er ist die Perspektive des Lebens, nicht des Todes", fügte er hinzu. Das Taufkleid, sprich: Christsein, dürfe aber nicht zu eng sein, damit es nicht einschnüre und Angst mache, so dass man gerne ausbrechen möchte. "Christsein darf uns nicht auf eine Meinung einzwängen", betonte der Pfarrer. Andererseits dürfe es aber auch nicht zu groß sein, damit man sich nicht darin verliere und es nicht ausfüllen könne. Es müsse vielmehr passend sein. "Denn Christsein schmückt uns, kann uns zieren, auszeichnen. Wir dürfen stolz sein, den Namen Christ zu tragen und müssen uns davor nicht schämen", brachte er es abschließend auf den Punkt.
Die musikalische Gestaltung hatte der Kirchenchor St. Jakobus übernommen.

In der Gemeinde St. Laurentius zelebrierte Pfarrer Dr. Georg Müller die Osternachtfeier, die mitgestaltet wurde vom Ökumenischen Chor.

Die EvangelischeKirchengemeinde feierte am frühen Sonntagmorgen um 6 Uhr eine Osternachtfeier in der Gustav-Adolf-Kirche mit Pfarrer Michael Erlenwein.

Bericht und Bilder: Inge Schade für das Schifferstadter Tagblatt